Familienplanung
Wann ist die Durchführung einer genetischen Beratung im Rahmen der Familienplanung sinnvoll?
Bei der...
- Klärung des Wiederholungsrisikos nach Geburt eines Kindes mit einer angeborenen Erkrankung, angeborenen Fehlbildung und/oder geistigen, sprachlichen und motorischen Entwicklungsverzögerung
- Risikoabschätzung für die Erkrankung der Kinder an einer chronischen Erkrankung (z.B. Epilepsie, Diabetes), die in der Verwandschaft oder bei der/dem Ratsuchenden selbst vorgekommen ist
- Klärung der Frage, ob eine erblich bedingte Erkrankung, an der die/der Ratsuchende selbst leidet durch eine Blutuntersuchung gesichert werden kann
- Abklärung genetischer Risiken für die Kinder bei Blutsverwandschaft eines Paares
- Abklärung genetischer Risiken nach wiederholten Fehlgeburten (ab zwei) oder Totgeburten
- Abklärung genetischer Ursachen männlicher bzw. weiblicher Unfruchtbarkeit im Rahmen von Pubertätsentwicklungsstörungen oder im Vorfeld von künstlicher Befruchtung (ICSI, IVF)
- Erörterung von Krankheitsbildern, für die eine PID (Präimplantationsdiagnostik) oder eine PKD (Polkörperdiagnostik) in Frage kommt. Bei der PID wird jeder Einzelfall nach Antragstellung von der Bayerischen Ethikkommission bewerte.
- Abschätzung von Risiken durch exogene Noxen, wie z. B. Behandlung mit Chemotherapeutika beim Mann oder der Frau, Bestrahlung bei Tumorerkrankungen vor einer Schwangerschaft oder bei Medikamenteneinnahme in der Schwangerschaft